A World Unseen

Ziel der vorliegenden Arbeit war eine Reflektion der gegenwärtigen Beziehung zwischen Mensch und Natur. In einer von Urbanisierung und Beschleunigung geprägten Gesellschaft verlieren viele Menschen zunehmend den Bezug zur natürlichen Umwelt. Während die Globalisierung kontinuierlich fortschreitet, tritt der Stellenwert der Natur häufig in den Hintergrund. Aufgabe war es die weitreichenden Auswirkungen der Beschleunigungsgesellschaft im Spannungsfeld von Mensch und Natur aufzuzeigen.

Basis der Idee ist es den starken Kontrast zwischen beschleunigter, industrialisierter Welt und natürlicher, ruhiger Natur in Form eines „Visual Poems“ aufzuzeigen. Führende Metapher dafür ist ein immer schwächer werdender Protagonist, der auf der Suche nach Besinnung und Natur nicht mehr vom Lärm und der Unruhe der modernen Welt losgelassen wird. Der Film zeichnet damit ein abstraktes Bild der Auswirkungen heutiger Lebensweisen und regt den Zuschauer zur Reflexion an. Die idyllische Natur, in der ein Protagonist Seen, Berge und Tierwelten erkundet, wird immer wieder von kurzen Szenen von Urbanität und Beschleunigung unterbrochen. Während die Stimme der Natur dabei das kontinuierliche Streben nach Fortschritt hinterfragt, wird der Mann zunehmend schwächer. Der Endslogan "Nature speaks to us differently - are you listening?" bringt den Zuschauer letztlich zurück in die Realität und fordert indirekt zu einem bewussteren Umgang mit der Natur auf.

Das Filmprojekt wurde vom Filmschoolfest Munich 2017 mit dem zweiten Platz beim Wettbewerb “Climate Clips Award” ausgezeichnet. 

Abschlussarbeit Kim Kreiser

www.aworldunseen.com
Fotos © Ines Njers / WE SUM Collective